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Achspads oder Sturzbügel?

Drei Sorten Sturzschutz, drei verschiedene Aufgaben.

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Wer nach Sturzschutz sucht, stößt auf drei Begriffe, die gern durcheinandergehen: Sturzbügel, Sturzpads und Achspads. Gemeint sind ganz verschiedene Teile, die an verschiedenen Stellen sitzen. Welches davon an dein Motorrad gehört, hängt vor allem davon ab, was bei einem Umfaller zuerst den Boden berührt.

Sturzbügel

Das sind Stahlrohrbügel, die seitlich am Rahmen verschraubt werden und um Motor, Zylinder oder Tank herumlaufen. Fällt die Maschine um, liegt sie auf dem Bügel statt auf dem Motordeckel. Man sieht sie vor allem an Reiseenduros, Boxern und Tourern, also an breiten, schweren Motorrädern mit viel Motor an der Seite.

Der Preis dafür ist Gewicht, oft mehrere Kilo, und ein Bügel braucht passende Befestigungspunkte am Rahmen. Für viele Sportenduros und Supermotos gibt es deshalb gar keinen.

Rahmenslider

Bei Straßenmaschinen meinen die meisten mit „Sturzpads“ die Kunststoffpilze, die an der Motoraufhängung sitzen und seitlich aus der Verkleidung schauen. Sie sollen verhindern, dass Verkleidung, Lenker und Hebel beim Rutschen über den Asphalt schleifen. Für eine vollverkleidete Sportmaschine ist das sinnvoll, an einer Enduro gibt es dafür meist keinen guten Platz.

Achspads

Achspads, auch Achsslider genannt, sitzen links und rechts auf den Radachsen, vorn und hinten. Bei einem Umfaller oder Rutscher berühren sie zuerst den Boden, vor Gabelfuß, Bremssattelbereich, Schwingenende und Kettenspanner. Sie sind leicht, ein ganzer Satz wiegt ein paar hundert Gramm, und sie brauchen keine Befestigungspunkte, weil sie mit einer Gewindestange durch die Hohlachse gehalten werden.

Gerade bei Enduro und Supermoto ist das der häufigste Fall: Die Maschine kippt beim Rangieren, im Gelände oder in der Kurve weg, und die Achsenden gehen als Erstes in den Dreck. Ein Slider davor ist billiger als ein neuer Gabelfuß.

Was keiner davon kann

Bei hohem Tempo, einem Überschlag oder einem Aufprall gegen ein Hindernis helfen alle drei nur begrenzt. Sie sind für die Umfaller und Rutscher gemacht, die im Alltag passieren. Nach jedem Sturz gehören sie angeschaut und, wenn sie angeschliffen oder gerissen sind, getauscht. Dafür sind sie da.

Was wir dir raten würden

Fährst du eine leichte Enduro oder Supermoto, fang mit Achspads an, dazu ein Motorschutz unten. Das deckt die meisten Umfaller ab und kostet wenig Gewicht. An einer schweren Reisemaschine kommt der Sturzbügel zuerst, Achspads sind dann eine sinnvolle Ergänzung. Welche Achspads an deine Maschine passen, findest du über die Modellübersicht oder du stellst sie dir im Konfigurator nach Maß zusammen.

Fragen, die oft kommen

Brauche ich beides?
Kommt auf die Maschine an. An einer schweren Reiseenduro mit breitem Motor schützt der Sturzbügel das Teuerste, Achspads kommen gut dazu. An einer Supermoto oder Sportenduro gibt es oft gar keinen Sturzbügel, dort sind Achspads zusammen mit Motor- und Deckelschutz das Übliche.
Sind Sturzpads und Achspads dasselbe?
Nicht immer. Bei Straßenmaschinen meinen viele mit Sturzpads die Kunststoffpilze am Rahmen, bei Enduros und Supermotos eher die Slider auf den Radachsen. Wir bauen die zweite Sorte.
Muss für Achspads etwas am Motorrad geändert werden?
Meistens nicht. Sie werden mit einer Gewindestange durch die vorhandene Hohlachse gespannt. Nur wenn auf der Hohlachse eine geschlossene Achsmutter sitzt, muss sie aufgebohrt oder gegen eine offene getauscht werden.