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Achsslider gibt es gefräst aus Aluminium, aus Kunststoff gespritzt oder gedruckt, und oft als Mischung aus beidem. Wir drucken unsere aus ASA. Das hat Gründe, aber Alu hat auch seine. Hier die ehrliche Abwägung.
Was beim Rutschen passiert
Ein Slider soll über den Boden gleiten und sich dabei selbst abschleifen, statt sich festzuhaken und die Kraft in Gabel oder Schwinge zu leiten. Kunststoff macht genau das: Er gibt Material ab und rutscht weiter. Viele Alu-Slider aus dem Zubehör haben deshalb vorn einen Kopf aus Kunststoff, meist POM. Das Alu trägt, der Kunststoff berührt den Boden.
Ein reiner Alu-Slider ist härter und nutzt sich langsamer ab. Er gibt aber auch weniger nach, und was er nicht abfängt, geht in die Achse.
Gewicht
Aluminium ist gut zweieinhalbmal so schwer wie ASA. Bei vier Slidern mit 40 mm Durchmesser macht das einen spürbaren Unterschied, und zwar genau dort, wo man ihn nicht haben will: an der ungefederten Masse, ganz außen an den Rädern.
Was ein Sturz kostet
Ein Slider ist ein Verschleißteil. Nach einem ordentlichen Rutscher ist er angeschliffen, und genau dafür war er da. Ein gedruckter Ersatz kostet uns Material und Druckzeit, kein Werkzeug. Ein gefräster Alu-Slider ist in der Herstellung deutlich teurer, und das zahlst du jedes Mal, wenn einer getauscht werden muss.
Wo Kunststoff an seine Grenzen kommt
ASA ist schlagzäh, UV-stabil und verträgt deutlich mehr Wärme als PLA. Es bleibt aber ein Kunststoff. Direkt neben dem Krümmer oder dem Auspuff hat ein Slider aus ASA nichts verloren, und festziehen darfst du ihn nur handfest, mit Schraubensicherung statt Kraft. Ein überdrehtes Gewinde im Kunststoff hält nicht mehr.
Wenn dir das zu weich ist, gibt es ASA-CF mit Carbonfaser. Das ist steifer, dafür nur in Schwarz.
Warum wir drucken
Der eigentliche Grund ist die Passform. Jede Achse endet anders: mal mit einer Mutter SW 17, mal mit einem Kopf SW 27, mal mit einer Öffnung, in die ein Zapfen gehört. Gefräst bräuchte jede Variante eigenes Material und eigene Rüstzeit, deshalb gibt es Alu-Slider meist nur für die gängigen Modelle. Gedruckt kostet die seltene Variante genauso viel wie die häufige. Deshalb kannst du dir bei uns jeden der vier Slider einzeln nach Maß zusammenstellen.
Fragen, die oft kommen
- Hält ein Slider aus ASA einen Sturz aus?
- Er soll beim Rutschen Material abgeben, nicht unversehrt bleiben. Das ist seine Aufgabe. Nach einem Sturz schaust du ihn an: Ist er nur angeschliffen, kann er weiter dran. Ist er gerissen oder bis zur Mutter durchgeschliffen, kommt ein neuer drauf.
- Warum nicht einfach PLA?
- PLA wird in der Sonne mit der Zeit spröde und verformt sich schon bei Temperaturen, wie sie im geschlossenen Koffer im Sommer entstehen. Für ein Teil, das immer draußen ist, taugt es nicht.
- Was ist ASA-CF?
- ASA mit eingemischter Carbonfaser. Es ist steifer als reines ASA, gibt es aber nur in Schwarz.